Natur

Playa de Formentor – Zum Vergessen lassen und unvergesslich bleiben

Playa de Formentor auf Mallorca


 » Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht. Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt. «

– Laotse

Vergessen, was hinter mir liegt; einfach leben und genießen, im Hier und Jetzt. Dieser Wunsch steht bei mir am Anfang von fast jeder Reise. Ihn auch umzusetzen ist leider nicht immer so leicht. Denn auch wenn man sich vornimmt, los zu lassen und dem Alltag zu entkommen, fliegen die Gedanken manchmal wie von selbst zurück zum Job, der nächsten Prüfung oder der Situation auf dem Konto. Einen Ort zu finden, an dem all das tatsächlich weit weg und für den Moment unwichtig ist, ist ein großes Glück. Solche Orte gilt es festzuhalten, jede Sekunde dort aufzusaugen und wiederzukommen, wann immer es geht.  Weiterlesen

S’Albufera & Playa de Muro – Mallorcas wilder Norden

reisen auf mallorca


» Monde und Jahre vergehen und sind immer vergangen, aber ein schöner Moment leuchtet das ganze Leben hindurch. «

– Franz Grillparzer

Wann könnte dieses Zitat besser passen jetzt, am Anfang eines neuen Jahres? Wir wundern uns jedes Silvester darüber, wie die Zeit so schnell vergehen konnte, dabei sollten wir doch inzwischen wissen, dass 365 Tage eben nicht besonders viel sind. Und das einfach mal so hinnehmen. Denn welchen Unterschied macht es schon, ob auf dem Kalender nun 2015 oder 2016 steht? Jahre vergehen, Erinnerungen bleiben. Statt also festzustellen, wie kurz das Jahr war, sollten wir nächstes Mal lieber darüber nachdenken, wie viele schöne Momente in diese eine Jahr gepasst haben. Und keine Frage: Die Reisen auf Mallorca gehörten für mich dazu. Weiterlesen

Parc Natural de Mondragó – Wenn Schönheit irgendwo dazwischen liegt

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» Die Natur hat tausend Freuden für den, der sie sucht
und mit warmem Herzen in ihren Tempel eintritt. «

– Rahel Varnhagen von Ense

Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass ich über die Monate zu einem absoluten Mallorca-Fan geworden bin und dass ich nicht müde werde, Geschichten von der Insel zu erzählen. Ein Grund dafür ist, dass es sich nicht so anfühlt, als ob ich nur auf einer Insel unterwegs bin. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Mallorca flächenmäßig nur einem Hundertstel von Deutschland entspricht. Die Insel ist etwa 1 ½ mal so groß wie das Saarland und fasziniert mich trotzdem immer wieder mit ihrer Vielfalt und ihren Gegensätzen. Zwischen den ruhigen Dörfern und den lebendigen Tapas-Bas und Märkten, dem großen Gebirge und den kleinen Buchten frage ich mich öfter: Bin ich überhaupt noch auf Mallorca? Weiterlesen

Felanitx – Eine Insel auf der Insel

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 » Lass den Frühling rein, in deine Träume,
dann wachsen sie zu Taten. «

– Renate Wintergerst

Lebendige Natur und menschenleere Altstadt. Weite und Enge. Alter Prunk und alter Staub. Der Ort Felanitx ist schwer in einem Wort zusammen zu fassen. Wenn ich es doch müsste, wäre mein gewähltes Wort wohl: Frühling. Denn das Gefühl nach Frühling ist es, was bei meinem Besuch hier über allem liegt. Für mich gibt es kaum etwas schöneres, als zu beobachten, wie um mich herum alles in Bewegung gerät und langsam aus dem Winterschlaf erwacht. Und ich lasse mich nur zu gerne anstecken von der wachsenden Energie. Frühling ist der ideale Zeitpunkt um aufzuräumen, Neues zu wagen und das Ende aller Ausreden, die ich in den Wintermonaten vorbringe: Zu kalt, zu dunkel, zu müde. Die Natur macht es vor, ich mache es nach. Oder versuche zumindest mit ihr Schritt zu halten. Weiterlesen

Formentor – Ein Paradies mit tausend Facetten

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»Das Paradies liegt nicht auf Erden, aber Stückchen davon sind wohl vorhanden. «

– Jules Renard

Wenn Monsieur Renard in diesem Satz die Wahrheit spricht, dann habe ich eines dieser Stückchen vom Paradies gefunden. Denn paradisisch, das war das Erste, das mir durch den Kopf schoss, als ich diesen Teil von Mallorca bereist habe. Und während der Stunden, die ich hier verbrachte, hat sich das Wort immer wieder in meine Gedanken geschlichen, bis es sich zum Ende fest eingeprägt hatte. Weiterlesen

Porto Cristo oder: Entdecke das Kind in dir

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» Werde wieder wie ein staunendes Kind, das die Welt entdeckt. Jeden Augenblick neu. «

– Weisheit aus Tibet

Das Besondere im Neuen und im Alltäglichen entdecken. Ehrlich staunen und nicht, weil man glaubt, dass es an der Stelle angebracht wäre. Neugierig sein, begeisterungsfähig, vorurteilsfrei. Es gibt so viele Eigenschaften, die man als Kind einfach hat, aber im Laufe des Erwachsenwerdens einfach verlernt, vergisst, verdrängt… was auch immer es ist. Und später wünscht man sich zumindest ein Stück davon zurück, und merkt, dass es gar nicht so leicht ist, die Sachen, die man mal von Natur aus besaß, wieder zu erlangen. Weiterlesen

Torrent de Pareis – Von wilden Fahrten und stillen Beobachtern

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» Travel far enough, you meet yourself. «

– David Mitchell, Cloud Atlas

Auf einem Filmfestival auf Mallorca hat die Moderatorin festgestellt, wie schade es sei, dass auf Mallorca nicht mehr Filme gedreht werden, wo es hier eigentlich alles gebe: Berge, Meer, romantische Dörfer und dazu ein einzigartig warmes, weiches Licht. Sicher, sie war Mallorquinerin und ihre Situation ist praktisch vergleichbar mit der einer Mutter, die ihr eigenes Kind immer toll und wunderschön finden muss. Aber auch als Nicht-Mallorquinerin muss ich ihr in dem Fall recht geben, in allen Punkten. Weiterlesen

Serra de Tramuntana – Von der Sanftmut eines Riesen

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» Die Berge lassen uns staunen. Sie bieten etwas Sanftes und Machtvolles: Sie fördern unsere Bereitschaft,
Wunder anzuerkennen. «

– Robert Macfarlane

Ich hätte nie gedacht, dass man im Zusammenhang mit Bergen das Wort ’sanft‘ verwenden kann und es tatsächlich zutrifft. Bis jetzt hatten Gebirge für mich etwas Hartes, Kaltes. irgendwie fast schon Beängstigendes.  Was auch daran liegen kann, dass ich ein echtes Flachland-Kind bin. Der größte Berg aus meiner Kindheit ist sage und schreibe 87 Meter hoch: der Hahneberg in Berlin-Staaken. Ich weiß nicht mal, ob man das schon als Berg bezeichnen darf. Ist wahrscheinlich mehr ein Hügel. Mit Bergsteigen oder Klettern ist da auf jeden Fall nicht viel. Weiterlesen

Cap de Formentor & der Traum von Freiheit

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 » Freiheit ist wie das Meer: Die einzelnen Wogen vermögen nicht viel, aber die Kraft der Brandung ist unwiderstehlich. «

– Václav Havel

Viel Wahrheit in einem Satz.

Die Brandung ist tatsächlich unwiderstehlich. Tagsüber, wenn man sieht, wie die Wellen an den Felswänden zerschlagen und Wassertropfen meterhoch durch die Luft wirbeln, aber auch nachts, wenn alles schwarz ist und nur das stürmische Peitschen des Meeres zu hören ist. Es hat etwas Rhythmisches, Mitreißendes, das mich immer wieder fesselt. Weiterlesen

Die Westküste: Ein Hauch Unendlichkeit

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»Ein Meer hört immer irgendwo auf,
aber da fängt es auch wieder an.«

– Anke Maggauer-Kirsche

Wenn ich „Westküste“ höre, muss ich irgendwie immer als erstes an die USA denken. An San Francisco, Los Angeles, San Diego… Also, man kann es sich wahrscheinlich denken, aber die Westküste von Mallorca hochzufahren, ist ein bisschen anders als in den USA. Da braucht man Tage, eher Wochen – hier ist man in ein paar Stunden vom südlichen Palma aus am nördlichsten Punkt der Insel, dem Cap de Formentor. Weiterlesen