Orte

Ses Salines – Zwischen Tintenfischen und Sonnenuntergangsromantik

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» Es ist doch erstaunlich, was ein einziger Sonnenstrahl mit der Seele des Menschen machen kann. «

–  Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Ich bin ein Sonnenmensch, aus vollem Herzen. Morgens brauche ich keinen Kaffee, sondern Sonnenstrahlen, die mich wecken. Nur durch Weniges bekomme ich so schnell so gute Laune, wie durch strahlenden Sonnenschein in meinem Gesicht. Und die Magie eines Sonnenuntergangs am Meer ist für mich kaum zu übertreffen. So, wie sie über dem Abend am Cap de Ses Salines lag. Es war einer dieser Momente, die ich auch Wochen und Monate später so klar vor mir sehe, als sei es erst gestern gewesen. Weiterlesen

Porto Petro – Sommer im Herzen, Glitzern vor Augen

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» Du musst nur langsam genug gehen, um immer
in der Sonne zu bleiben. «

– Antoine de Saint-Exupéry

Es gibt Orte, die überwältigen dich mit einem lauten Knall. Sie strotzen vor Energie, sind groß und schrill und man weiß gar nicht, was man zuerst beachten soll, so schnell strömen die verschiedenen Reize auf einen ein. Und dann gibt es Orte, die schleichen sich ganz leise in dein Herz. Sie sind ruhiger und bescheidener und bringen dich weniger zum Staunen. Manchmal wird einem sogar erst später klar, wie schön es dort eigentlich war. Weiterlesen

Felanitx – Eine Insel auf der Insel

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 » Lass den Frühling rein, in deine Träume,
dann wachsen sie zu Taten. «

– Renate Wintergerst

Lebendige Natur und menschenleere Altstadt. Weite und Enge. Alter Prunk und alter Staub. Der Ort Felanitx ist schwer in einem Wort zusammen zu fassen. Wenn ich es doch müsste, wäre mein gewähltes Wort wohl: Frühling. Denn das Gefühl nach Frühling ist es, was bei meinem Besuch hier über allem liegt. Für mich gibt es kaum etwas schöneres, als zu beobachten, wie um mich herum alles in Bewegung gerät und langsam aus dem Winterschlaf erwacht. Und ich lasse mich nur zu gerne anstecken von der wachsenden Energie. Frühling ist der ideale Zeitpunkt um aufzuräumen, Neues zu wagen und das Ende aller Ausreden, die ich in den Wintermonaten vorbringe: Zu kalt, zu dunkel, zu müde. Die Natur macht es vor, ich mache es nach. Oder versuche zumindest mit ihr Schritt zu halten. Weiterlesen

Porto Cristo oder: Entdecke das Kind in dir

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» Werde wieder wie ein staunendes Kind, das die Welt entdeckt. Jeden Augenblick neu. «

– Weisheit aus Tibet

Das Besondere im Neuen und im Alltäglichen entdecken. Ehrlich staunen und nicht, weil man glaubt, dass es an der Stelle angebracht wäre. Neugierig sein, begeisterungsfähig, vorurteilsfrei. Es gibt so viele Eigenschaften, die man als Kind einfach hat, aber im Laufe des Erwachsenwerdens einfach verlernt, vergisst, verdrängt… was auch immer es ist. Und später wünscht man sich zumindest ein Stück davon zurück, und merkt, dass es gar nicht so leicht ist, die Sachen, die man mal von Natur aus besaß, wieder zu erlangen. Weiterlesen

Fornalutx – Ein Dorf voll wilder Unschuld

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» Es ist wichtiger, dass jemand sich über eine Rosenblüte freut, als dass er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt. «

– Oscar Wilde

Ich habe es schon mehrmals erwähnt, aber es ist wohl eine der wichtigsten Lektionen, die mir Mallorca erteilt hat: Einfach zu genießen und nicht immer verstehen zu müssen, zu wollen. Einfach genießen, dass Fornalutx, trotz Winter, in strahlender Blüte steht. Das alles farbenfroh ist und voller Blätter, obwohl ich den Winter mit kahler Tristheit verbinde. Es ist warm statt kalt, lebendig statt schlafend, leuchtend statt farblos. Und es ist so, weil es eben so ist. Weiterlesen

Portocolom – bunt, bescheiden, unbeschwert

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» Nimm dir Zeit, freundlich zu sein,
‚es ist das Tor zum Glücklichsein. «

– irisches Gebet

Und dazu gehört nicht nur, immer „bitte“ und „danke“ zu sagen und einer älteren Person im Bus den Sitzplatz anzubieten. Es gehört auch dazu, dass man zu sich selbst freundlich ist. Sich Zeit nimmt, sein Zuhause und seine Umgebung freundlich zu gestalten. Weiterlesen

Sóller – Im Tal der Orangen- und Zitronenbäume

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» Ein Foto wird meistens nur angeschaut – selten schaut man in es hinein. «

– Ansel Adams

Davor habe ich manchmal Angst. Dass sich die Leser die Bilder hier angucken und denken: „Hm, ja, nette Fotos, aber ehrlich gesagt sehen doch alle Orte ziemlich gleich aus.“ Dass der Eindruck entsteht, es wären einfach alles Dörfer, mit alten Häusern, Pflanzen an den Straßenrändern und Bergen im Hintergrund. Denn so ist es nicht, nicht in Wirklichkeit. Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten und die Architektur ist ähnlich, aber jeder Ort hat etwas Besonderes an sich. Weiterlesen

Valldemossa: Reise in die Mittelalter-Märchenwelt

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» Haltet die Uhren an. Vergesst die Zeit. Ich will euch Geschichten erzählen. «

– James Krüss

Und mit „ich“ meine ich in diesem Fall nicht mich, die Geschichten erzählen will, sondern Valldemossa, einen kleinen Ort im Westen Mallorcas. Denn genau das ist es, was mir durch den Kopf geht, als ich nach Valldemossa komme. Dass dieser Ort so viel ausstrahlt, so viel Geheimnis, Vergangenheit, eben Geschichten in sich birgt, die nur darauf warten gehört und aufgeschrieben zu werden. Weiterlesen

Cala Figuera & das Glück der Stille

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» Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben:
entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. «

– Albert Einstein

Es wäre vermutlich nicht angebracht einem Nobelpreis-Träger zu widersprechen, aber in dem Fall habe ich auch nicht das Bedürfnis danach. Ich erlebe alles hier als Wunder, weil es so schön ist und ich so wenig davon begreife. Aber es ist doch irgendwie beruhigend, dass ich mit meinen Schwärmereien von der Welt nicht alleine bin, sondern Albert Einstein an meiner Seite habe. Weiterlesen

Santanyí: Zeitreisenticket inklusive

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»Aber die Zeit bleibt stehen wenn wir mit ihr gehen. Kein Wettlauf, sondern ein gemütliches, leichtfüßiges Schlendern. «

– Jochen Mariss

Vielleicht lautet so das Geheimnis der Mallorquiner. Das Geheimnis, warum man in einen Ort kommt und denkt, dass die Zeit stehen geblieben und  man plötzlich in einem vergangen Jahrhundert gelandet ist. Und das meine ich auf keinen Fall negativ. Es heißt nicht, dass die Menschen hier unserer Zeit hinterher sind, sondern viel mehr, dass sie sich die Ruhe von früher irgendwie erhalten haben. Es fehlt die Hektik, der ständige Blick auf die Uhr, ob auch ja alles nach Zeitplan verläuft. Es ist eben mehr ein gemütliches, leichtfüßiges Schlendern. Weiterlesen